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(Für den Inhalt dieses Artikels der "Staying another night" Serie ist allein der Autor verantwortlich; er spiegelt nicht zwingend die Haltung der Redaktion wider.)
Als der britische Hotel-Visionär Sonu Shivdasani 1995 mit dem „Soneva Fushi“ startete, revolutionierte er ein gesamtes Archipel. Damals war das Hotelerlebnis auf den Malediven noch wenig luxuriös, ohne jegliche Finesse. Die Idee, vom „alles inklusive“-Urlaub abzurücken und auf Nachhaltigkeit zu setzen, war radikal. Mit seinem Mantra „No shoes, no news“ schuf er den Barfuß-Luxus, der bis heute sein Markenzeichen ist.

In diesem Sinne gebe ich nach einem entspannten Flug bei der Ankunft im „Soneva Fushi“ meine Schuhe ab und folge der Einladung meines persönlichen Butlers. Ich weiß: Hier zählt der innere Reichtum mehr als das, was auf dem Konto oder draußen in der Welt passiert.

Die Bauweise der Villen ist nicht nur ästhetisch, sondern ein Meisterwerk der biophilen Archiektur. Sie sind in den dichten Dschungel und den Strand integriert. Das Design fügt sich nahtlos ein. Es dominieren lokale, nachwachsende Materialien wie recyceltes Holz und Bambus. Ich fühle mich mit der Natur verbunden, eben ganz im Sinne der „No shoes, no news“-Philosophie. In meinem 600 Quadratmeter großen Refugium mit privatem Spa und Fitnessraum schaue ich aus der luxuriösen Badewanne direkt auf das Meer - ein unbeschreibliches Gefühl.
Radikale Nachhaltigkeit erlebe ich im „Soneva Eco Centro“. Hier wird der gesamte Inselabfall im „Waste to Wealth“-Programm wiederverwertet. Das Zentrum ist keine Müllhalde, sondern ein hochmodernes Labor, in dem Plastikflaschen zu Baumaterial werden und in der eigenen Glasbläserei Kunstobjekte aus recyceltem Glas entstehen.


Meine Reise geht weiter per Waterplane zum „Soneva Jani“. Hier wird die Soneva-Philosophie auf das Wasser transferiert. Das Hotel ist berühmt für seine ikonischen Überwasservillen. Sie sind auf Stelzen konzipiert, um das fragile Ökosystem der Lagune zu schützen und den Eingriff in die Natur zu minimieren.
Das Erlebnis hier ist magisch: Meine Villa, eine der legendären, riesigen Wasser-Villen, bietet klimatisierten Luxus. Mein persönliches Highlight ist eine Rutsche, die mich direkt vom Pooldeck ins türkisfarbene Meer katapultiert. Abends folge ich wieder dem „No News“-Prinzip: Das versenkbare Villendach öffnet sich mit der Aufforderung, den Laptop beiseite zu legen und den Sternenhimmel zu genießen.

Im eigenen Eco Centro von „Soneva Jani“ recycelt man ebenfalls mehr als 80 Prozent des Abfalls und nutzt großflächige Solaranlagen zur Energieerzeugung. Auch die Kulinarik im auf dem Wasser schwebenden Restaurant „Overseas“ folgt diesem Gedanken: Chefkoch Max Dahlgren und sein Team bieten mir ein täglich wechselndes Menü, das ausschließlich auf Lieferungen lokaler Fischer und dem Ertrag der eigenen Bio-Gärten basiert. Architektur, Nachhaltigkeit und Gastronomie werden hier eins.

Als jüngstes und exklusivstes Resort der Soneva Gruppe repräsentiert das „Soneva Secret“ die konsequente Weiterentwicklung von Sonu Shivdasanis Vision. Die Villen liegen zurückgezogen und bieten ein Höchstmaß an Privatsphäre. Sie sind die größten der gesamten Marke, darunter die einzigartigen schwimmenden Villen, die den Gästen eine unvergleichliche Abgeschiedenheit garantieren.
Das eigentliche architektonische Wunder liegt in der Verbindung von High-Tech-Nachhaltigkeit und spielerischem Luxus. Ein Highlight ist das hochmoderne Kühlsystem: Das CO₂-freie Kühlnetzwerk nutzt Meerwasser und Eisspeicher, um die Villen effizient und ohne fossile Brennstoffe zu kühlen.

Spektakulär ist der Weg zum Restaurant „Out of this World“. Ich erreiche es nur über eine Seilrutsche. Ich liebe diesen unkonventionellen, adrenalin geladenen Weg, der das Essen zu einem Abenteuer macht.