Staying another night: Grandhotel Les Trois Rois Basel

Reise
Carsten K. Rath
Carsten K. Rath
10.12.2025
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(Für den Inhalt dieses Artikels ist allein der Autor verantwortlich; er spiegelt nicht zwingend die Haltung der Redaktion wider.)

Direkt am Rhein, in der Basler Altstadt, steht eines der ältesten Grandhotels Europas: das „Les Trois Rois“. In dieser über 350 Jahre alten Hotellegende haben bereits zahlreiche berühmte Persönlichkeiten übernachtet – Goethe, Picasso, der Dalai Lama oder Bryan Adams zählen dazu.
Ich schätze das Haus für seine einzigartige Mischung aus Geschichte, Gastlichkeit und Grandezza. Die kürzlich abgeschlossenen zweijährigen Renovierungsarbeiten im benachbarten Kopfbau haben meine Neugier geweckt. Dieser wurde bewusst moderner und geradliniger gestaltet, um der Marke eine zeitgemäße Erweiterung zu verleihen.
Ich sehe mir an, wie dieser historische Klassiker neu interpretiert wurde.

Die neuen „Junior Suiten“ spielen bewusst mit Kontrasten zur klassischen Ästhetik des Haupthauses © Les Trois Rois

Mutige Totalerneuerung im Nebengebäude des Hotel Les Trois Rois

Der Kopfbau am Blumenrain 2 gehört bereits seit 2004 zum Hotelensemble in Basel. Nun wurde er vom Basler Architekturbüro „Herzog & de Meuron“ neu interpretiert und bewusst anders gestaltet. Viele klassisch-elegante Elemente, die ich mit dem „Les Trois Rois“ verbinde, sind geblieben – Kronleuchter, Marmor und der französische Stil prägen weiterhin das Bild. Gleichzeitig wurde das Interieur um zeitgenössische Details erweitert, etwa kräftige Farbakzente, Hochglanzflächen oder moderne Lichtinstallationen. In allen Suiten hängt die eigens für das Haus entworfene Glaspendelleuchte „Exhale“. Ihr geschwungenes, wellenförmiges Glas wurde vom Basler Kunsthandwerker Matteo Gonet gefertigt. Von den neuen Unterkünften fasziniert mich vor allem die 240 Quadratmeter große „Suite des Rois“ mit samtroten Wänden und Teppichen, eigenem Fitnessraum und Esszimmer. Vom Balkon habe ich einen hervorragenden Blick auf die Schifflände und das Rheinpanorama.

Die „Suite des Rois“, früher als Präsidentensuite bekannt, präsentiert sich heute mit einem offenen Grundriss und maßgefertigten Möbeln © Les Trois Rois

Ganz anders erlebe ich dagegen das neue Spa „Seijaku“, das auf einem eigenständigen Designkonzept basiert. Inspiriert von japanischer Wohnästhetik mit Lehmwänden, Tatami-Matten und handgearbeiteten Papierpaneelen, spiegelt es die japanische Philosophie der Stille und Achtsamkeit wider. Auch die Behandlungsangebote orientieren sich an fernöstlichen Prinzipien – ein rundum durchdachtes Konzept. Am Abend besuche ich ein weiteres Design-Highlight: die Zigarrenlounge „The Council“ mit Eichenparkettboden, zwei Kaminen und dunkelrotem Sofa. Der Raum misst zwar nur etwa 40 Quadratmeter; er wirkt durch die sieben Meter hohen Wände, die mit über 500 Keramikfliesen verkleidet sind, jedoch deutlich größer. Die Atmosphäre erinnert mich an ein elegantes Kaminzimmer, nur viel luxuriöser, exklusiver und zugleich überraschend intim. Ein Ort für Kenner, die kultivierte Eleganz schätzen.

Der neue, japanisch inspirierte Spa-Bereich am Blumenrain 2 verbindet fernöstliche Elemente mit Basler Eleganz © Les Trois Rois

Ein alter Ballsaal wird zum neuen Hotspot

Im ehemaligen Ballsaal des Hotel Les Trois Rois erwartet mich eine Überraschung: Auch dieser Raum wurde von den Basler Architekten komplett umgestaltet und hat eine neue Funktion erhalten. Hier ist das Restaurant „Banks“ eingezogen, das europäisch-asiatische Kreationen serviert. Der Name spielt sowohl auf das Flussufer (englisch: „river bank“) als auch auf den nahegelegenen Finanzplatz an. Im Zentrum des Raumes befindet sich eine skulpturale Bar aus Chromstahl, über der eine farbenfrohe Installation von Gerda Steiner & Jörg Lenzlinger schwebt. Sie vereint florale und maritime Formen mit Fundstücken aus dem Hotel zu einer faszinierenden Komposition. Je länger ich hinschaue, desto mehr Details entdecke ich – hier hängt ein Zimmerschlüssel, dort Silberbesteck, dazwischen ragt ein Kleiderbügel heraus. Rundherum spiegeln polierte und geschliffene Metallpaneele an den Wänden die zahlreichen Kronleuchter und auch das Kunstwerk wider.

Das schwebende Sammelsurium an der Decke verleiht dem „Banks“ eine persönliche Note © Les Trois Rois

Neben dem „Banks“ erlebe ich ein weiteres kulinarisches Juwel: das „Cheval Blanc“ im Haupthaus. Das Restaurant zählt zu den 100 besten der Welt und ist mit drei Michelin-Sternen sowie 19 Gault-Millau-Punkten ausgezeichnet. Seit vielen Jahren steht hier in Basel Starkoch Peter Knogl am Herd, einer der profiliertesten Köche der Schweiz, dessen Präzision und feines Gespür für Aromen ich sehr schätze. Mein Dinner dort ist ein unvergessliches Erlebnis und zeigt einmal mehr, wie meisterhaft Knogl klassische französische Küche mit modernen Akzenten verbindet. Dazu kommt ein Service, der ebenso reibungslos wie unaufdringlich agiert. Die Mitarbeiter bleiben präsent und aufmerksam, selbst bei voll ausgebuchtem Restaurant.

Grandhotel in Basel
Im stilvollen Interieur des Restaurants „Cheval Blanc“ wird moderne, französische Haute Cuisine serviert © Les Trois Rois

Das „Les Trois Rois“ ist Mitglied der Vereinigung „Swiss Deluxe Hotels“, die für höchste Standards in Service, Gastlichkeit und Kulinarik steht. Damit zählt es bereits zu den besten Adressen der Schweiz. Ich schätze besonders, dass sich das Haus nicht einfach auf seinem guten Namen ausruht. Dank General Manager Mark Jacob, der das Traditionshotel mit Weitblick und Gespür für zeitgemäße Entwicklungen führt, bleibt es stets in Bewegung.

Im Vergleich zu anderen Grandhotels mit langer Geschichte entwickelt es sich kontinuierlich weiter und wagt dabei auch ungewöhnliche, mutige Veränderungen. Die neue Ausrichtung im Kopfbau und der umgestaltete Ballsaal markieren einen bewussten Stilbruch, der die Tradition des Hauses weiterdenkt – ein wichtiger Impuls für die Hotellerie von morgen.

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