
Mitten in einer der lautesten Metropolen der Welt entsteht ein Hotel, das konsequent auf Reduktion setzt. Das Aman Nai Lert Bangkok ist kein Ort der Inszenierung, sondern ein architektonisches Statement für Raum, Nachhaltigkeit und Zurückhaltung – eingebettet in einen historischen Park, entworfen für Ruhe. Warum dieses Haus gerade jetzt relevant ist? Weil es Bangkok neu definiert.
Das Aman Nai Lert Bangkok in Thailand liegt im sieben Hektar großen Nai Lert Park, einer der wenigen historischen Grünflächen im Zentrum Bangkoks. Diese Lage ist kein Zufall, sondern Grundlage des gesamten Konzepts: Abstand zur Stadt, ohne sie auszublenden.
Die von Jean-Michel Gathy entworfene Architektur übersetzt den historischen Kontext des Ortes in eine zeitgenössische, klar strukturierte Formensprache. Statt Kontrasten setzt das Haus auf Kontinuität. Materialien, Proportionen und räumliche Abfolgen sind bewusst reduziert und lassen dem Ort selbst Raum. Geschichte wird nicht inszeniert, sondern integriert.
Mit nur 52 Suiten bleibt das Hotel bewusst überschaubar. Statt Flächennutzung zu maximieren, steht Großzügigkeit im Fokus. Bereits die kleinsten Suiten beginnen bei über 90 Quadratmetern – ein klares Statement gegen Verdichtung im urbanen Raum.
Bodentiefe Fenster holen Park und Stadt visuell in die Räume, natürliche Materialien und flexible Grundrisse unterstützen ein Wohngefühl, das auf Dauerhaftigkeit und Ruhe ausgelegt ist. Nachhaltigkeit zeigt sich hier nicht als technisches Schlagwort, sondern als gestalterische Entscheidung: langlebig, reduziert, zeitlos.
Das Aman Spa & Wellness mit 1.500 Quadratmetern ist integraler Bestandteil des Gebäudes, nicht add-on. Traditionelle thailändische Heilpraktiken werden mit moderner medizinischer Wellness der Hertitude Clinic verbunden.
Rückzugsorientierte Behandlungsräume, klar zonierte Bewegungs- und Regenerationsbereiche sowie Thermal- und Hydrotherapieangebote folgen derselben architektonischen Logik wie das gesamte Haus: Orientierung, Ruhe, Struktur. Der Außenpool mit Blick in die Parklandschaft erweitert dieses Konzept nach außen.
Sieben Restaurants und Bars verteilen sich über zwei Ebenen und strukturieren den Tagesverlauf des Hotels. Arva, das italienische Signature-Restaurant von Aman, sowie die japanisch geprägten Konzepte Sesui und Hiori stehen für eine Küche, die Präzision und Klarheit in den Mittelpunkt stellt.
Auch hier gilt: Gestaltung und Atmosphäre bleiben ruhig, offen und unaufgeregt – als bewusster Gegenpol zur Stadt.
Das Aman Nai Lert Bangkok ist kein Hotel, das Aufmerksamkeit sucht. Seine Qualität liegt in der Konsequenz: Architektur, Design und Nachhaltigkeit greifen ineinander und schaffen einen Ort, der Rückzug ermöglicht, ohne sich abzuschotten. Ein Haus, das zeigt, dass urbane Hotellerie auch leise funktionieren kann.

In dieser Reihe schreibt Carsten K. Rath über Hotels, die man entweder nicht mehr verlassen oder in die man zumindest möglichst bald wiederkommen möchte. Dieses Mal: ein Hotel mit thailändischer Handschrift mitten in Dubai
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