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Im Mai 2026 eröffnete das Hotel Bella Vista in Trafoi (Südtirol) nach umfassendem Umbau erneut. Auf über 1.500 Metern Höhe gelegen, wurde das traditionsreiche Haus architektonisch neu ausgerichtet. Prägend für diese Neuausrichtung ist der Südtiroler Architekt Matteo Thun, dessen Konzept die Verbindung von Bestand, Landschaft und zeitgenössischer Architektur in den Mittelpunkt stellt.
Das historische Gebäude von 1875 wurde dabei um einen neuen Baukörper ergänzt. Dieser fügt sich in die Umgebung des Nationalparks Stilfserjoch ein und schafft zusätzliche Räume, die den Bezug zur umliegenden Berglandschaft konsequent herstellen.
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Die Grundlage für den Umbau liegt auch in einer langjährigen Verbindung: Matteo Thun und Skirennläufer Gustav Thöni kennen sich seit ihrer Jugend in Trafoi. Während Thöni seine sportliche Laufbahn verfolgte, wandte sich Thun der Architektur zu. Die gemeinsame Prägung durch die alpine Landschaft bildet heute einen gedanklichen Ausgangspunkt für das Projekt.
Das Hotel selbst befindet sich seit seiner Gründung im Jahr 1875 in Familienbesitz und wird inzwischen in sechster Generation geführt.
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Im Zentrum des Umbaus steht ein von Matteo Thun entwickelter Erweiterungsbau, das „Nest“. Der Entwurf folgt der Idee einer leichten, zurückhaltenden Architektur, die sich in die alpine Umgebung einfügt. Die 24 neu geschaffenen Suiten sind als offene Räume konzipiert, in denen große Glasflächen den Blick in die Landschaft lenken. Übergänge zwischen Innen- und Außenraum werden bewusst reduziert. Licht, Proportionen und Materialwahl unterstützen diesen Ansatz. Auch die innenräumliche Gestaltung orientiert sich an dieser Haltung: Räume werden nicht inszeniert, sondern öffnen sich zur Umgebung. Gemeinsame Bereiche wie Rezeption und Lounge greifen diese Verbindung von Alt und Neu auf und machen sie räumlich erfahrbar.
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Ein wesentliches Merkmal der Planung durch Matteo Thun ist die konsequente Ausrichtung aller Bereiche auf die umgebende Natur. Architektur wird hier nicht als eigenständiges Objekt verstanden, sondern als Rahmen für Wahrnehmung. Dieses Prinzip setzt sich auch im Spa-Bereich fort: Der ganzjährig beheizte Infinity-Pool sowie Ruhe- und Saunabereiche sind so positioniert, dass sich Sichtachsen in die Bergwelt öffnen. Wasser, Licht und Topografie treten in Beziehung zueinander und verstärken die räumliche Wirkung.
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Auch im gastronomischen Bereich bleibt das Haus seiner Herkunft verpflichtet. Viele Produkte stammen aus eigener Landwirtschaft oder aus der unmittelbaren Umgebung. Die Küche verbindet Einflüsse aus Südtirol, der Lombardei und dem Engadin. Regionale Zutaten und kurze Lieferketten prägen das Angebot, das klassische alpine Gerichte ebenso umfasst wie leichtere, mediterran geprägte Komponenten.
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