
„Wir stellen das Travel-Sustainable-Programm ein“, kündigte kürzlich Booking.com an. Droht damit Greenwashing und ein Imageschaden?
Die omnipräsente Buchungsplattform Booking.com stellte kürzlich sein Nachhaltigkeitsprogramm mit dem grünen Blatt ein, nachdem die niederländische Behörde für Verbraucher und Märkte (ACM) dieses als irreführend bezeichnet hat. Das sogenannte „Travel Sustainable Programm" wurde also abgeschafft. Booking.com will sich dafür jetzt mehr auf die Zertifizierungen von Dritten verlassen. Die externen Zertifizierungen sollen sogar darauf abzielen, die Unterkünfte nachhaltiger zu machen. Wie das im Detail funktionieren wird, bleibt jedoch abzuwarten, schließlich gibt es die unterschiedlichseten Kriterien und Zertifikate für Nachhaltigkeit...
"Neue Verordnungen tragen dazu bei, den Rahmen für Standards in Bezug auf Nachhaltigkeit abzustecken. Sie bringen mehr Klarheit in die Kommunikation zum Thema Nachhaltigkeit und machen es Reisenden einfacher, fundierte Entscheidungen zu treffen", so Booking.com.
"Die Kennzeichnung und die Level von Travel Sustainable werden zwar nicht mehr angezeigt, aber Ihre Maßnahmen sind für Gäste weiterhin auf Ihrer Unterkunftsseite sichtbar. Bei Partnerunterkünften mit einer Zertifizierung durch Dritte werden wir Ihre Zertifizierung weiterhin mit einer deutlichen Kennzeichnung anzeigen. Außerdem haben Reisende die Möglichkeit, nach Unterkünften mit Zertifizierungen von Dritten zu filtern", so das Unternehmen in seinen FAQs.
Die Entfernung der „Travel Sustainable"-Zertifikate ist sicher auch ein herber Imageschaden für das Unternehmen, schließen waren bisher tausende Unterkünfte auf Booking.com für ihr Nachhaltigkeitsbestreben mit dem "Travel Sustainable"-Siegel ausgezeichnet worden.
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