Trinserhof in Österreich: Ein Hotel mit emotionaler Strahlkraft

Diesen geschichtsträchtigen Einstich in das Buch „Hotel Trinserhof Zeitreise“ möchten wir Ihnen nicht vorenthalten. Vor allem, weil es so viel über Beginn und Seele des Hauses verrät. Und zwar geht er so: “So um 1927 kam dem Trinser Lambert Volderauer die Idee ein ,,richtiges” Hotel zu bauen. Mit seinen 24 Jahren war er ein Visionär und rechnete mit dem touristischen Aufschwung in Trins. Er konnte aber nicht ahnen, was sich in Deutschland zusammenbraute. Zwischen Rinners Hoder und Bartler, damals weit außerhalb des Dorfes, baute er ein 60 Betten Hotel mit Fließwasser in allen Zimmern, Etagenbädern, Zentralheizung, zwei Stuben, Speisesaal für 100 Personen mit Stuckdecke und Thonetstühlen. Auch eine Metzgerei mit Kühlr.umen von Frigidaire aus Dayton Ohio, die noch heute funktionieren . Sein Pech war, dass ein gewisser, talentfreier Künstler namens Adolf H. die 1000 DM Sperre verordnete. Das hieß, jeder Deutsche, der in Österreich Urlaub machen wollte, musste die bescheidene Summe an das Deutsche Reich bezahlen. Der Ansturm von Gästen war gelinde gesagt verhalten, Lambert ging in Konkurs. In Trins ging es drunter und drüber, die für Lambert bürgten hatten Pech, die anderen nicht. Viele Trinser Familien waren an der Katastrophe irgendwie beteiligt, lange bevor die Covis nach Trins kamen. Es folgten verschiedene Besitzer, die unter anderem das Stadtcafé Heidelberg, Café Fasso oder das Café Tannenhof im Kurpark Steinach besaßen. Also wundern Sie sich nicht, wenn sie einmal so ein Besteckteil aus diesen Lokalen bei uns in den Händen halten. 1941 dann kaufte Jakob Covi den Trinserhof.“
Und auch wenn die Geschichte der vier Generationen, die den Trinshof zu dem gemacht haben, was er heute ist, hier noch eine ganze Weile weitererzählt werden möchte – verrät ja auch der Name des Buchs „Zeitreise“, tauchen wir jetzt mal in das ein, was WIR am besten können: Ihnen das sympathische kleine Hotel in Tirol so nahe wie möglich zu bringen und das Beste von seiner Architektur, Atmosphäre und Ausstattung zu erzählen.
Gearbeitet wird mit dem, was da ist
Der Trinserhof lebt von seinem Mix aus Alt und Neu. Nach dem Motto „Gearbeitet wird mit dem, was da ist; Neues kommt dazu, wo es passt“ werden hier alte Dinge mit neuen kombiniert. Die Böden knarren, die Wände erzählen Geschichten. Kein Zimmer gleicht dem anderen. Das ist nicht nur nachhaltig(er), sondern verleiht dem Haus sowohl eine Seele als auch einen Look and Feel, der nicht austauschbar ist. Der Trinsherhof will Gäste nicht einfach nur willkommen heißen. Er will ein Zuhause auf Zeit sein.
Die Lobby, die Stuben, die Bar, der Pool, der Garten und 20 Zimmer wurden verfeinert. Der Speisesaal folgt noch. Das Designkonzept ist ein eklektisches, das die Mentalität und Traditionen nicht vergißt, aber den Blick in die Zukunft widerspiegelt. Es gibt hausgemachtes Essen aus regionalen Zutaten und dem eigenen Gemüsegarten. Zur Erholung gibt es für die Gäste zudem einen kleinen Wellness-Bereich im sogenannten Gartenhaus mit einer großzügigen Sauna und einem hellen und zugleich geborgenen Ruheraum mit Panoramablick über die Trinserhof-Gärten mit kleinem im Sommer geöffneten Pool (der vom frischem Gschnitztaler Wasser gespeist wird) und die umliegenden Berge.
(Stand: Juni 2026)
In Sachen Transparenz: Wir danken dem Hotel für die Unterstützung unserer Recherche.
- Bestandsmöbel aus den alten Zeiten
- Möbel von Grete Kraft Atelier, die eigene Manufaktur, nach Entwürfen von Produktdesignerin Jess Covi



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