
Eine Interview-Reihe mit interessanten Architekt:innen über Dos und Don'ts bei der Hotelarchitektur: Was macht ein gutes Hotel aus? Was sind die schlimmsten No-Gos? Und welches ist ihr Lieblingshotel? Hier: niki szilagyi interior architecture
Zunächst ist natürlich die Frage, welches Hotel. Eine große Rolle spielen Kategorie, Inhalte bzw. Rolle eines Hauses im jeweiligen Umfeld. Aber schlussendlich gibt es für mich schon Grundregeln, die übertragen auf die „Story“ immer dieselben sind. Einen Blickfang, einen runden Tisch, ein auffälliges Element, das beim Eintreten in ein Hotel einen positiven ersten Eindruck hinterlässt. Genauso einen ruhigen, klar definierten Horizont, der ein Gefühl von Sicherheit, ggfs. auch Geborgenheit schafft. Ganz unabhängig von anderen olfaktorischen und unterbewussten subtilen Details, die einem Gast Leichtigkeit und ein gutes Gefühl von Lebensqualität vermitteln, ohne dabei aufdringlich zu sein. Ebenso „Conscious Intelligence“, ein stimmiges Konzept und auch Provokationen können eine lebendige und dennoch harmonische Atmosphäre schaffen. Kurzum: Designing Spaces that Make You Feel Good…
Wenn die Beleuchtung nicht richtig geht, bei Zugluft, störenden Geräuschen oder Blendlicht.
Sauberkeit und Geruchsneutralität, Komfort (wie hochwertige Matratzen, Bettwäsche, viele Kissen), ausreichend Haken und Ablagen, die Beleuchtung ist bewusst eingesetzt und gezielt auch dimmbar, es gibt eine Lichttemperatur und einen Arbeitsbereich, optimalerweise mit einem Sessel und einem Tisch in passender Höhe.
Mehr auf „Longevity" als auf Spa. Spa ist out...
Eine Dusche ohne Druck, ungewollt nasse Haare, kompliziertes Handling. Wenn ein Hotel keine Persönlichkeit oder Emotion auslöst. Selbst die Kettenhotellerie schafft viele blendende Momente. Neben den üblichen nicht vorhandenen Selbstverständlichkeiten von Sauberkeit, Hellhörigkeit, Geruch und störendem, zu kaltem Licht...
Ein persönlich geführtes Haus mit Liebe zum Detail, wenn überraschende Dienstleistung spürbar und zu Luxus wird, eine einzigartige Atmosphäre und individueller Charme bieten einen unvergesslichen Aufenthalt. Oder auch kleine Aufmerksamkeiten, die besonders ortsbezogen, inhaltlich treffend, dabei simple sind.
Es gibt viele beeindruckende Hotels auf der Welt, die durch ihre Einzigartigkeit und ihren außergewöhnlichen Service hervorstechen. Nicht nur Unterkünfte, sondern auch unvergessliche Erlebnisse, die weit über das hinausgehen, was man von einem typischen Hotelaufenthalt erwarten würde, egal ob in einer Stadt oder in der Natur. Beispiele gibt es aufgrund der Überbevorteilung nicht. Ich freue mich auf alles, was kommt! 😊
Einige zusätzliche Gedanken:
Diese oben genannten Anforderungen sind für mich als Innenarchitektin selbstverständlich. Wesentlich komplexer ist jedoch der Ablauf eines Projektes; hier ist es unerlässlich, dass die Entscheider klar definiert und mit Rückgrat agieren. Eine Vertriebsschiene, die es ermöglicht, fair, qualitativ hochwertig und effektiv ohne Umwege zu arbeiten, ist ebenso entscheidend. Mit einer Mischung aus Sportlichkeit und gesundem Menschenverstand steht einer reibungslosen Realisierung nichts im Wege, denn im Grunde gibt es für alles eine Lösung. Diese Leichtigkeit und harmonische Atmosphäre spürt man später an allen Ecken.
niki szilagyi interior architecture ist ein kleines, feines, engagiertes und kreatives Team, das sich leidenschaftlich der individuellen Gestaltung von Innenräumen widmet. Visionen mit wenig Reibungsverlusten in die Realität umsetzt und dabei Mut, Motivation und Zuversicht zeigt. Die Fähigkeit, anfängliche „Fantastereien“ in einzigartige Konzepte für Hotels zu verwandeln, die den Bedürfnissen der immer wiederkehrenden Kunden gerecht werden, zeichnet es aus. Hier zum Profil auf MünchenArchitektur.
