Deutschland

WALD.WEIT: Naturhotel im Rheingau

Landhotel
Claudia Herwig
Wald.Weit Dachterrasse mit Blick über den Rheingau
© Tim Karapetian
Alleinlage auf einem Hochplateau mit spektakulärer Weitsicht und 18 Hektar hoteleigenem Wald.

WALD.WEIT Rheingau Hotel & Retreat – Rückzugsort mit Weitblick

Das WALD.WEIT Rheingau Hotel & Retreat liegt oberhalb von Kiedrich auf einem Hochplateau und bietet eine spektakuläre Aussicht über das Rheintal. Besonders gut gefallen hat mir die Alleinlage – hier fühlt sich alles sofort ruhig und weit weg vom Alltag an. Gleichzeitig ist man mitten im Rheingau, einer der bekanntesten Weinbauregionen Deutschlands. Nur einen Spaziergang durch den Wald entfernt liegt das Kloster Eberbach, bekannt als Drehort des Filmklassikers „Der Name der Rose“.

Hotel & Geschichte – ein neues Kapitel seit 2025

Das WALD.WEIT begrüßte im Februar 2025 die ersten Gäste. Die Nutzung des Geländes reicht bis in die 1960er Jahre zurück, als dort ein Ferienzentrum der IG Bau-Steine-Erden entstand. Später nutzte das Softwareunternehmen Ploenzke das Areal, bevor es über zehn Jahre brachlag. 2014 wurde das Grundstück von der familiengeführten Unternehmensgruppe Gemünden/Molitor erworben, die seit drei Jahrzehnten das Boutiquehotel Hofgut Wißberg in Rheinhessen betreibt.

2020 fiel die Entscheidung, ein Hotel mit großzügigen Veranstaltungsräumen zu schaffen, da ein entsprechendes Angebot in der Region bislang fehlte. Realisiert wurde das Projekt von der TT Hospitality GmbH & Co. KG der Geschwister Tina Badrot und Tim Gemünden. Bis Februar 2025 entstand das Ensemble mit zwei Gebäuden, einem Panoramarestaurant, einer Rooftop-Bar sowie einem großzügigen Eventbereich.

Ausblick – Spa-Erweiterung ab 2027

Ab 2027 wird das WALD.WEIT um einen Spa- und Wellnessbereich ergänzt. Geplant ist eine Fläche von rund 6.500 Quadratmetern mit Indoor- und Outdoor-Bereich, Wellnessbistro, Saunalandschaft sowie einem Infinitypool, der in einen Naturbadeteich übergeht. Ergänzt wird das Angebot durch ein Panorama-Gym und weitere exklusive Zimmer und Suiten.

Dinge, die mir im WALD.WEIT besonders gut gefallen haben:

  • die Leuchten und Lampen, die überall über das Haus verteilt sind (Stammen vom Büro Die Lichtplaner)
  • der Safe in der Schublade. Endlich richtig in den Safe gucken können und alles im Blick haben
  • das Bett. Herrlich bequem!
  • die runden geschützen Sitzecken im Restaurant.
  • der Teppich auf den Fluren. Man hört so gut wie nie jemanden vorbeilaufen.
  • die Bar und die kunstvolle Theke der Bar (ein Blick nach oben lohnt sich)

Mehr erfahren? Hier gibt es die häufigsten Fragen und Antworten zum WALD.WEIT.

(Stand: Januar 2026)

In Sachen Transparenz: Wir danken dem Hotel für die Unterstützung unsere Recherche.

facts
WALD.WEIT: Naturhotel im Rheingau
architektur
Büro BGF+ Architekten aus Wiesbaden
innenarchitektur
Die Lichtplanung erfolgte durch das Büro Die Lichtplaner von Frau Swantje Nicolaisen
ausstattung

Da uns die Leuchten im Hotel ganz besonders begeistert haben, gibt es heute mal eine alleinige Auflistung dieser Produkt-Kategorie:

Am Treppenabgang sind Wandleuchten der Fa. Bega, Typ 51130, 51131 und 51132 eingesetzt. Am Dachüberstand außen ebenfalls Bega Leuchten. Die Stromschienen mit Einbauleuchten sind von den EG Restaurant von der Firma TAL, Tack 48 V mit magnetischen Einbauleuchten zw. Pendelleuchten  bzw. UG Besprechung von der Fa. XAL, Schiene MOVE IT 25. LED-Linien in Vouten und Möbeln von der Fa. LEDIMAX.

zimmeranzahl
80 Zimmer und Suiten
zertifikate
energiestandard
energiekonzept
Das Heizen und Kühlen erfolgt über ein kaltes Nahwärmenetz auf Geothermie-Basis, kombiniert mit einer Hackschnitzelanlage zur Abdeckung der Spitzenlasten. Für das Nahwärmenetz wurden 23 Geothermie-Bohrungen mit je 250 Meter Tiefe vorgenommen. Photovoltaikanlagen mit 45 Kilowatt-Peak auf dem Dach des Mitarbeitergebäudes erzeugen Strom. Zudem unterstützt Gebäudeautomation energieeffizientes Heizen und passives Kühlen.

Unsere Bewertung

adult only?
Hier sind Kinder herzlich willkommen. Es gibt einen tollen Spielplatz unterhalb von Restaurant. Und im Wald gibt es sowieso viel zu entdecken!
aktivität
Das WALD.WEIT liegt inmitten von 18 Hektar eigenem Wald und direkt am Fernwanderweg Rheinsteig. Gäste finden ein vielfältiges Wanderwegenetz durch Weinbergslagen sowie Joggingrouten direkt vor der Haustür. Mountainbiker können eigene Flowtrails nutzen, am Einstieg steht ein Foodtruck bereit. Ergänzt wird das Angebot durch geführte Yoga- und Pilates-Einheiten und einen Fitness-Raum.
Architektur
Das WALD.WEIT besteht aus zwei Gebäuden, die unterirdisch miteinander verbunden sind. Die Fassade greift mit vertikalen Lamellen die Struktur und Geometrie des Waldes auf und ist als geschossübergreifende Holzfassade gestaltet. Natursteinverblendungen dienen einheimischen Tierarten als Nistangebote und Lebensraum.
atmosphäre
Magisch. Bei unserem Aufenthalt lag das Hotel komplett im Nebel, was eine mystische Atmosphäre schafft. Ansonsten fühlt man sich auf den Zimmern und in den Suiten sehr geborgen.
interior
Im Inneren setzt sich die Verbindung aus modernem Design und Naturverbundenheit fort. Blickfang in der Lobby sind Holzlamellen, die an die Forstumgebung erinnern. In den Zimmern und Suiten dominieren Naturholz und natürliche Stoffe in Beigetönen sowie eine beruhigende Farbauswahl. Bodentiefe Fenster eröffnen Ausblicke über das Rheintal oder den Wald.
kindred spirits
Hier treffen Genießer und Naturverbundene aufeinander.
kunst
mindfulness
Wer hier nicht mindful ist, der hat was verpasst! Den Stress sollte man am besten unten im Tal lassen und sich hier oben im Wald einfach mal ausklinken, die Natur und die Ruhe genießen. Auch beim Essen wird Mindfulness großgeschrieben. Einfach mal länger sitzen bleiben als sonst und der Hektik keine Chance lassen... Wer dann noch Entspannung braucht: Ab zum Yoga oder in den Wald!
nachhaltigkeit
Bereits bei der Planung des WALD.WEIT wurde großer Wert auf Nachhaltigkeit gelegt. Recyclingmaterial aus den rückgebauten Bestandsgebäuden wurde vollständig wiederverwertet und zur Unterfütterung des Geländes eingesetzt. Regenwasser wird über Retentionsdächer gewonnen, ein Brauchwasserteich dient der ressourcenschonenden Bewässerung, und integrierte Versickerungsmulden entlasten das öffentliche Kanalnetz. Insgesamt runden 25 Ladestationen für E-Mobilität das Konzept ab.
soulfood
Küchenchef Falk Richter nimmt Gäste nach dem Farm-to-table-Konzept mit auf eine kulinarische Reise durch die Region. Zutaten stammen teilweise aus dem hauseigenen Garten, ergänzt durch Wildkräuter sowie Gemüse und Fleisch von Erzeugern aus der Umgebung. Im Restaurant WALD.FEIN gibt es täglich Frühstücksbuffet sowie mittags und abends eine saisonale À-la-carte-Karte. Am Wochenende wird zudem ein Afternoon Tea angeboten. Zusätzlich: Wein-Expertise durch hauseigenen Sommelier und Zusammenarbeit mit Top-Winzern aus der Umgebung.
spa & treatments
Entspannung bieten eine Kräuter-, eine Finnische sowie eine Infrarotsauna mit Weitblick auf dem Dach des Hotels. Zusätzlich stehen Räume für Massagen und Kosmetikbehandlungen bereit. Ab 2027 wird das Hotel um einen Spa- und Wellnessbereich auf rund 6.500 Quadratmetern erweitert, inklusive Indoor- und Outdoor-Flächen, Wellnessbistro, Liegeflächen und Saunalandschaft. Herzstück soll ein Infinitypool sein, der in einen Naturbadeteich übergeht.
wie bei freunden
Hunde
Hunde sind willkommen und dürfen auch abends mit ins Restaurant. Drumherum: Ein Paradies für lange Gassi-Touren. (Es fallen bei Buchung Extra-Gebühren an.)

Persönliche Empfehlungen

Unbedingt machen!
  • Durch den Wald zum Kloster Eberbach laufen
  • Zu einer der Yoga-Stunden gehen. Wir waren bei Deniz Gün. Sehr erdend!
  • Einen entspannten Drink in der Bar nehmen, wenn der DJ auflegt.
  • Den Blick über den Rheingau schweifen lassen - am besten mehrmals am Tag
Nichts für Menschen, die
  • Action rund um das Hotel brauchen.
  • sich nicht mit sich selbst beschäftigen können.
  • einen großen Spa benötigen - zumindest aktuell. Ab 2027 bekommt das Wald.Weit einen 6.500 Quadratmeter großen Wellness-Bereich...